Einfluß von 2,4-dinitrophenol auf die atmung und die Konzentration einiger metabolite bei embryonen des herings Clupea harengus View Full Text


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Article Info

DATE

1971-12

AUTHORS

R. Stelzer, H. Rosenthal, D. Siebers

ABSTRACT

Bei Erbrütungsversuchen an Heringsembryonen (Temperatur=14,0°±0,1°C; salzgehalt 15‰) wurde der Sauerstoffverbrauch während der Ontogenese unter Normalbedingungen und unter dem Einfluß von 2,4-DNP (Konzentration 0,1 mM/l; pH=8,1) mit Hilfe der Warburg-Technik gemessen. Zusätzlich sind der Gehalt an niedermolekularen und polymeren Kohlenhydraten, an freien Aminosäuren und der ATP-Spiegel bestimmt worden. Der O2-Verbrauch nimmt im Verlauf der Embryonalentwicklung nicht linear zu. Auf Phasen hoher Atmungsaktivität folgen solche mit geringfügiger Zunahme der Respiration. Unmittelbar vor dem Schlupf sinkt die Atmungskurve deutlich ab (Abb. 1). Unter dem Einfluß von 2,4-DNP wird die Atmungsintensität der Embryonen schon nach kurzer Inkubationszeit gesteigert. Es wurde die maximale Atmungssteigerung in Prozent über normal bestimmt. Sie erreicht zu Beginn der Gastrulation bis zu 400%, fällt noch vor Verschluß des Blastoporus auf etwa 50% und sinkt von da an bis zum Schlupf auf etwa 30% ab. Die entkoppelte Atmung zeigt in der Regel bei Vergiftung auf unterschiedlichen Entwicklungsstadien nahezu gleiche Kurvenverläufe. Das gilt sowohl für die zeitliche Lage der Atmungsmaxima (etwa 12 bis 24 h nach Vergiftung), als auch für die absoluten Werte der Atmungssteigerung über normal (5 bis 7,5 μl/100 Embryonen). Ausgenommen von dieser Regel waren zwei Entwicklungsstadien: (1) die Phase der Epibolie nach Überschreiten des Dotteräquators bis kurz vor Verschluß des Blastoporus (Vergiftungszeitpunkt: 26 bis 32 h nach Befruchtung bei 14°C) und (2) der Abschnitt nach Verlauf des 4. Entwicklungstages (Beginn der Augenpigmentierung, Vergiftungszeitpunkt: 94 bis 100 h nach Befruchtung). Der ATP-Spiegel bleibt während der Embryonalentwicklung nahezu konstant. Unter 2,4-DNP-Einwirkung fällt er innerhalb von 24 h auf etwa 50% der Kontrollwerte ab. Der Gehalt an niedermolekularen und polymeren Kohlenhydraten nimmt im Verlauf der Entwicklung geringfügig ab. Er wird unter DNP-Einwirkung nach 24 h bereits erheblich gesenkt. Innerhalb dieser Zeit metabolisieren die Embryonen mehr Kohlenhydrat als während der gesamten Normalentwicklung. Bis zu 48 h nach Vergiftung setzt sich der gegenüber den Kontrollen verstärkte Abbau fort. Die Konzentration an freien Aminosäuren bleibt, abgesehen von einem starken Rückgang unmittelbar nach der Befruchtung, während der Ontogenese nahezu unverändert. Ein Einfluß von 2,4-DNP auf den Aminosäure-Spiegel konnte nicht festgestellt werden. Das ontogenetische Alter der langlebigen Mißbildungen deckt sich mit dem der Keime, die unter Normalbedingungen eine verminderte Atmungsaktivität aufweisen. Außerdem zeigt die entkoppelte Atmung auf diesen Entwicklungsstadien einen besonderen Verlauf. Bei Erbrütungsversuchen an Heringsembryonen (Temperatur=14,0°±0,1°C; salzgehalt 15‰) wurde der Sauerstoffverbrauch während der Ontogenese unter Normalbedingungen und unter dem Einfluß von 2,4-DNP (Konzentration 0,1 mM/l; pH=8,1) mit Hilfe der Warburg-Technik gemessen. Zusätzlich sind der Gehalt an niedermolekularen und polymeren Kohlenhydraten, an freien Aminosäuren und der ATP-Spiegel bestimmt worden. Der O2-Verbrauch nimmt im Verlauf der Embryonalentwicklung nicht linear zu. Auf Phasen hoher Atmungsaktivität folgen solche mit geringfügiger Zunahme der Respiration. Unmittelbar vor dem Schlupf sinkt die Atmungskurve deutlich ab (Abb. 1). Unter dem Einfluß von 2,4-DNP wird die Atmungsintensität der Embryonen schon nach kurzer Inkubationszeit gesteigert. Es wurde die maximale Atmungssteigerung in Prozent über normal bestimmt. Sie erreicht zu Beginn der Gastrulation bis zu 400%, fällt noch vor Verschluß des Blastoporus auf etwa 50% und sinkt von da an bis zum Schlupf auf etwa 30% ab. Die entkoppelte Atmung zeigt in der Regel bei Vergiftung auf unterschiedlichen Entwicklungsstadien nahezu gleiche Kurvenverläufe. Das gilt sowohl für die zeitliche Lage der Atmungsmaxima (etwa 12 bis 24 h nach Vergiftung), als auch für die absoluten Werte der Atmungssteigerung über normal (5 bis 7,5 μl/100 Embryonen). Ausgenommen von dieser Regel waren zwei Entwicklungsstadien: (1) die Phase der Epibolie nach Überschreiten des Dotteräquators bis kurz vor Verschluß des Blastoporus (Vergiftungszeitpunkt: 26 bis 32 h nach Befruchtung bei 14°C) und (2) der Abschnitt nach Verlauf des 4. Entwicklungstages (Beginn der Augenpigmentierung, Vergiftungszeitpunkt: 94 bis 100 h nach Befruchtung). Der ATP-Spiegel bleibt während der Embryonalentwicklung nahezu konstant. Unter 2,4-DNP-Einwirkung fällt er innerhalb von 24 h auf etwa 50% der Kontrollwerte ab. Der Gehalt an niedermolekularen und polymeren Kohlenhydraten nimmt im Verlauf der Entwicklung geringfügig ab. 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PAGES

369-378

Journal

TITLE

Marine Biology

ISSUE

4

VOLUME

11

Author Affiliations

Identifiers

URI

http://scigraph.springernature.com/pub.10.1007/bf00352456

DOI

http://dx.doi.org/10.1007/bf00352456

DIMENSIONS

https://app.dimensions.ai/details/publication/pub.1009859674


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Sie erreicht zu Beginn der Gastrulation bis zu 400%, f\u00e4llt noch vor Verschlu\u00df des Blastoporus auf etwa 50% und sinkt von da an bis zum Schlupf auf etwa 30% ab. Die entkoppelte Atmung zeigt in der Regel bei Vergiftung auf unterschiedlichen Entwicklungsstadien nahezu gleiche Kurvenverl\u00e4ufe. Das gilt sowohl f\u00fcr die zeitliche Lage der Atmungsmaxima (etwa 12 bis 24 h nach Vergiftung), als auch f\u00fcr die absoluten Werte der Atmungssteigerung \u00fcber normal (5 bis 7,5 \u03bcl/100 Embryonen). Ausgenommen von dieser Regel waren zwei Entwicklungsstadien: (1) die Phase der Epibolie nach \u00dcberschreiten des Dotter\u00e4quators bis kurz vor Verschlu\u00df des Blastoporus (Vergiftungszeitpunkt: 26 bis 32 h nach Befruchtung bei 14\u00b0C) und (2) der Abschnitt nach Verlauf des 4. Entwicklungstages (Beginn der Augenpigmentierung, Vergiftungszeitpunkt: 94 bis 100 h nach Befruchtung). Der ATP-Spiegel bleibt w\u00e4hrend der Embryonalentwicklung nahezu konstant. 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170 TRIPLES      20 PREDICATES      57 URIs      19 LITERALS      7 BLANK NODES

Subject Predicate Object
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