Der Einfluß von pH-Änderungen des Blutes auf die Wirkung von Pharmaka View Full Text


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Chapter Info

DATE

1969

AUTHORS

H. Konzett

ABSTRACT

Der pH-Wert des Blutplasmas und der Körperflüssigkeiten bleibt normalerweise innerhalb enger Grenzen konstant. Die pH-Regulation ist das Ergebnis verschiedener Organsysteme und Einrichtungen, vor allem der Ausscheidung fixer Basen und Säuren durch die Nieren, der Kohlensäure-Abgabe durch die Lungen sowie der Puffersysteme des Blutes. Die verabreichten Pharmaka werden deshalb ihre Wirkung meistens bei einem normalen pH-Wert des Blutplasmas entfalten können. Außerhalb der Norm liegende pH-Werte, wie sie bei pathologischen Zuständen akut oder chronisch, durch exogene Zufuhr von Säuren oder Basen und auch lokal bei Entzündungen vorkommen, können die Wirkung von Pharmaka in zweierlei Hinsicht verändern: Die Receptoren bzw. intracellulären Strukturen werden bezüglich Reaktionsfähigkeit so beeinflußt, daß die Pharmakon-Receptor-Wechselwirkung und der dadurch gebahnte celluläre Effekt gegenüber der Norm verschieden wird. Der intracelluläre pH-Wert erwies sich nämlich, z. B. bei Untersuchungen am isoliert durchströmten Schildkrötenherz, vom extracellulären pH-Wert abhängig (Waddell u.Hardman, 1960).Die physikalisch-chemischen Eigenschaften der Pharmaka, wie z. B. die Dissoziation und Löslichkeit werden beeinflußt, wodurch die Diffusion der Pharmaka durch Membranen und auch die Bedingungen für den Pharmakon-Receptor-Komplex bzw. für die celluläre Wirkung geändert werden. More... »

PAGES

30-34

Book

TITLE

Die Störungen des Säure-Basen-Haushaltes

ISBN

978-3-540-04407-9
978-3-642-99956-7

Identifiers

URI

http://scigraph.springernature.com/pub.10.1007/978-3-642-99956-7_4

DOI

http://dx.doi.org/10.1007/978-3-642-99956-7_4

DIMENSIONS

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