Whitehead, Alfred North View Full Text


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Chapter Info

DATE

1995

AUTHORS

Matthias Wörther

ABSTRACT

W. wird zusammen mit Bertrand Russell durch die Veröffentlichung der Principia Mathematica (1910–1913) berühmt. Der junge Russell war W aufgefallen, als er ihn wegen der Vergabe eines Stipendiums prüfen mußte. Russell erwies sich schnell als sein begabtester Schüler und wurde zum ebenbürtigen Mitarbeiter. W., Sohn eines anglikanischen Pastors, hatte in Cambridge Mathematik studiert und war seit 1884 Fellow des Trinity College. Seine weitgespannten Interessen richteten sich neben der Mathematik besonders auf die Physik und die Theologie, mit der er sich unter dem Einfluß von John Henry Newman intensiv auseinandersetzt. Seit 1914 auf dem Lehrstuhl für angewandte Physik in South Kensington, wechselt er 1924 nach Cambridge/Mass. über und lehrt in Harvard Philosophie. W.s abstraktes, durch die Mathematik geprägtes Denken und seine durch die Physik vermittelte empirische Kenntnis der Natur werden in seiner Philosophie auf charakteristische Weise fruchtbar. Für W. ist jede abstrahierende Begriffsbildung ein Versuch, in der ungeheuren Komplexität der Wirklichkeit konkrete Tatsachen auszumachen. Diese Fähigkeit, Tatsachen festzustellen, ist jedoch kein Privileg der Naturwissenschaften, wie ein realitätsblinder Positivismus vermeint: »Die Dogmen der Religion sind Ansätze, die in der religiösen Erfahrung der Menschheit enthüllten Wahrheiten präzise zu formulieren. Auf genau dieselbe Weise sind die Dogmen der Physik Versuche, die in der Sinneswahrnehmung der Menschheit freigelegten Wahrheiten präzise zu formulieren«, schreibt er 1926 in Religion in the Making (Wie entsteht Religion?). More... »

PAGES

921-922

Book

TITLE

Metzler Philosophen Lexikon

ISBN

978-3-476-01428-3
978-3-476-03642-1

Identifiers

URI

http://scigraph.springernature.com/pub.10.1007/978-3-476-03642-1_293

DOI

http://dx.doi.org/10.1007/978-3-476-03642-1_293

DIMENSIONS

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